Tipp #95: SWOLF – was ist das und wofür ist es gut?

Der SWOLF-Wert und die Frage des Nutzens

Welche Informationen bekommt man durch den SWOLF?

Was ist der SWOLF überhaupt? Einige Fitnesstracker und Schwimm-Uhren weisen den SWOLF-Wert als eine Addition von Zugzahl (pro gegebener Strecke, i.d.R. pro Bahn) und der dabei erzielten Zeit. Beispiel über 50m: 40 Sekunden + 30 Züge = 70 SWOLF-Wert. Nun stellt sich natürlich gleich die Frage, was man mit diesem Wert anfangen kann?

Diese Frage schließt gleich das nächste Beispiel an. Wenn z.B. die Schwimmzeit 30 Sekunden und dafür 40 Züge benötigt werden, so ergibt sich wieder ein SWOLF-Wert von 70. Ist dieser Wert nun vergleichbar mit dem ersten Beispiel? Eher nicht, denn wir wissen nichts über die beiden Schwimmer, über Variablen wie Körpergröße, Kraft etc. und ebenso nicht über technische Komponenten wie Abstoß, Übergangsphase usw. – also kann der SWOLF als eine Bewertung für die Schwimmtechnik im inter-individuellen Vergleich keinen Nutzen bringen.

Gibt es den allgemeinen Vergleich oder DEN idealen SWOLF-Wert?

Lediglich orientieren kann man sich an „fremden“ Werten, doch eine allgemeingültige Tabelle, die Auskunft über die schwimmerische Qualität gibt, kann es nicht geben. DEN optimalen SWOLF-Wert kann es nicht geben. Also wozu das Ganze?

Der SWOLF-Wert taugt als Vergleich eigener Testserien. Wenn z.B. technische Änderungen vorgenommen werden, kann der SWOLF eine Hilfestellung sein. Deutlich mehr Wert gewinnt der SWOLF, wenn er ins Verhältnis gerückt wird und während des Tests (der übrigens IMMER standardisiert sein sollte, siehe auch das Video) Daten wie die Herzfrequenz gewonnen werden. Kennt man nämlich gleichzeitig die Auswirkung einer technischen Veränderung mittels SWOLF und Herzfrequenz, ergibt sich eine viel bessere Analyse.

Wichtig: einen Standard für die Testserie definieren!

Im Idealfall nutzt man deshalb einen Serien-Standard wie wir ihn auch in Tipp 89 besprochen haben > KLICK HIER!

Frequenz-Bestimmung besser als SWOLF?

Besser ist es jedoch, wenn man die Bewegungsfrequenz mittels einer Schlagzahl-Uhr bestimmt. Hier werden drei Zyklen während des Schwimmens gestoppt und mittels der Uhr auf eine Angabe von „Anzahl Zyklen / Minute“ hochgerechnet. Diese Angabe gilt für alle Schwimmlagen und hat den Vorteil, dass Variablen wie Abstoß, Übergangsphase u.ä. darin keinen Einfluss haben.

Somit ist dieser Wert dem SWOLF vorzuziehen. Doch mehr Details und Hintergründe gleich im Video hier unten.

Das Video zu Tipp 95: SWOLF

Mit einem Klick auf das Motiv startet das Video. Auch dieses Mal kommen wir aus dem T3-Trainingszentrum. Viel Spaß!