Schneller Schwimmen #26: Ein ungewöhnlicher Trainings-Tipp

Mit der doppelten Einheit viel Wissen gewinnen

Ungewöhnlich und außergewöhnlichen Erkenntnissen

Als Sportler wie auch als Trainer ist man ständig auf der Suche nach Wissen. Dazu bemüht man die Fachliteratur, studiert Videos und nutzt alle möglichen Quellen, um noch sicherer im Umgang mit den Trainingsmethoden zu werden. Das ist sicherlich eine exzellente Basis und Wissen wird immer die Grundlage für eine außerordentliche Leistung als Sportler und Trainer sein. Doch ein Puzzlestück ist mindestens genauso wichtig: die Erfahrung.

Doch woher die Erfahrung nehmen, wenn man zwar alle theoretischen Hintergründe kennt, doch noch ein junger Trainer ist? Diese Frage stellte ich mir selber als junger Trainer. Zum Glück war ich viele Jahre selber Trainer einer Mannschaft, in der sich selber auch trainierte. Aus dieser Situation heraus, entstand der Anspruch, das bestmögliche Trainingsprogramm überhaupt zu schreiben. Der große Vorteil? Ich erfuhr am eigenen Leib, wie das Training wirkt und wie es sich anfühlt. Ein echter Wissensschatz!

Im nächsten Schritt stand die Fragestellung nach der optimalen Wahl des Trainingsreizes. Wie “tief” muss ein Reiz wirken, damit er im Sinne der Trainingsmethodik zu einer physiologischen Anpassung führt? Auch hier gibt die Trainingswissenschaft ein Gerüst vor, das auf vielen Jahrzehnten Forschung beruht. Doch wäre es nicht noch besser, wenn man selber erforschen könnte, wie Training wirkt?

Gesagt getan. Und daraus ist eine ungewöhnliche Idee entstanden, die ich bis heute in meinen eigenen Trainings anwende: die doppelte Trainingseinheit. Eine Methode, um das eigene Wissensspektrum spektakulär zu erweitern. Gespannt, was das bedeuten könnte? Dann einfach auf das Motiv hier unten klicken und schon startet der Clip. Diese Idee soll eine Inspiration sein, Training neu zu denken. Denn die eigenen Erfahrungen erweitern das Fachwissen enorm, sei es mittels Bestätigung der bekannten Erkenntnisse, der ein oder anderen spezifischen Abänderung (z.B. wenn es um Jugend-, Masters- oder auch Triathlontraining geht) oder sogar der Weiterentwicklung bestehender Konzepte. Wie wäre es, als Sportler Feldforschung zu betreiben und als Trainer vielleicht auch mal wieder selber ins Wasser zu steigen, um Training selber zu erfahren? Das wäre doch etwas!

Und hier ist der Clip mit weiteren Hintergründen zum Thema und dem Wunsch, anzuspornen und kreativ zu sein. Denn nichts limitiert die Wirksamkeit eines Trainings mehr als Langeweile und dauerhafte Routine. Und das gilt für Sportler wie auch für Trainer. Frische Trainingsideen für dauerhafte Freude am Training! Deshalb gerne mal ausgetretene Pfade verlassen und auf ungewöhnliche Ideen setzen. Viel Spaß dabei!

von Holger Lüning