Schneller Schwimmen

Tipp #188: Verzichte auf den SWOLF-Wert – oder nutze ihn richtig

 

Welche Aussagekraft besitzt der SWOLF-Wert?

Ist ein SWOLF von 70 denn nun gut?

Erlebst du auch manchmal einen Daten-Overkill? Genau dann, wenn alles ein wenig zu viel wird? Herzfrequenz, Schlafqualität, HRV, Laktat, Schwellenkonzepte und vieles mehr sollen dazu dienen, das Training oder die Ausgangssituation dafür zu verbessern. Mit diesen Werten gilt es immer, kritisch umzugehen und vielleicht nicht jedem Wert übermäßig zu vertrauen.

Ein Wert, der von Sportuhren während des Schwimmtrainings erfasst wird, ist der SWOLF-Wert. Er setzte sich zusammen aus SW (von Swimming) und OLF (von Golf) und addiert die Zeit der geschwommenen Strecke (50m) mit der erzielten Zeit (in Sekunden).

Da man nun gerne eine Auskunft über den eigenen Wert haben möchte, gilt der Blick natürlich sofort den Könnern. Wie weit bin ich von deren Werten entfernt? Oder noch besser wäre: kann mir dieser Wert eine objektive Aussage über die Qualität meiner Schwimmtechnik geben? Gibt es eine Art Rangliste, an der man sich orientieren kann?

SWOLF-Beispiel im Vergleich: was ist denn nun gut?

Nehmen wir ein Beispiel, um die Problematik dieser Wünsche zu illustrieren. Sagen wir, der erzielte SWOLF-Wert liegt bei 70. Was sagt uns das? Erst einmal recht wenig, schließlich kann sich der Wert völlig unterschiedlich zusammensetzen:

40 Züge bei 30 Sekunden Schwimmzeit = SWOLF 70

30 Züge bei 40 Sekunden Schwimmzeit = SWOLF 70

Vorausgesetzt 70 ist ein guter Wert – wie kann er dann genutzt werden, wenn die Zahl an sich den Weg dorthin gar nicht aufzeigt? Wir sehen ein Ergebnis jedoch keinen Prozess. Damit sind fehlerhafte Analysen fast die logische Konsequenz.

Der SWOLF kann nur individuell eine Hilfe sein

Welcher der beiden Kombinationen ist denn nun der bessere Wert? Kann er überhaupt interindividuell herangezogen werden, um einen Vergleich herzustellen? Eine der wenigen Einsatzmöglichkeiten würde dann bestehen, wenn du mit deinem persönlichen Ausgangswert beginnst, verschiedene Varianten (und damit auch Techniken) auszuprobierst, um dann sukzessive zu einem stabilen Wert zu kommen. Somit dient der SWOLF allenfalls als individuelles Informationstool.

Richtig nutzen: die Zeit zählt mehr als die Zugzahl

Im Kern deiner Trainingsinhalte sollte aber generell stehen, tendenziell die erzielte Zeit zu verbessern und nicht über ein bewusst über-langes Schwimmen das Gesamtergebnis durch eine verringerte Zugzahl zu erzielen. Merke: Tempo steht über allem!

Im Video gehen wir auf diese Fragen ein. Viel Spaß … und vielleicht kann dieser Beitrag ein wenig Klarheit in den Wust deiner Datenaufzeichnungen bringen.

Deine unverzichtbare Planungshilfe für dein Training!

Viel Erfolg und besseres Training in der Zukunft mit dieser Hilfestellung!

Das Video mit weiteren Tipps und Hintergründen zu Tipp 188

Mit einem Klick auf das Motiv startet das Video. Auch dieses Mal kommen die bewegten Bilder aus der tollen Atmosphäre unserer Schwimm- und Kraul-ABC-Camps Nun viel Spaß mit dem Clip!

Unsere Trainingscamps powered by DOC SWIM

Möchtest du mehr Informationen haben und mit uns eine Woche Schwimmsport-„PUR“ erleben und im mitteleuropäischen Winter im Freibad schwimmen? Dann > KLICK HIER, um auf unsere T3-Training-Website mit allen Angeboten zu kommen. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen mit dir!