Wissenschaft

Studie: Atemmangel-Training verbessert die 50-Meter-Leistung

Atemtechnik verbessern mit Hypoxie-Training

Schwimmen & Atmung

Schwimmen und Atmung – jeder weiß, hier kommen zwei Dinge zusammen, die man wirklich gut aufeinander abstimmen muss. Schließlich können wir nicht zu jedem Zeitpunkt, an dem es vielleicht notwendig wäre, atmen. Die Koordination gibt die Zeitfenster für den Atemvorgang in allem Schwimmarten vor.

Deshalb ist das gezielte Atemtraining, vor allem das Atemmangel-Training (auch Hypoxie genannt), ein wichtiger Bestandteil des Trainings, um mit der Situation der Sauerstoffnot adäquat umgehen zu können. Insbesondere dann, wenn es im Wettkampf zu Stesssituaionen kommt. Also: sei gut vorbereitet.

Hier einige Artikel zum Thema Hypoxie:

Studie: Training der Atemmuskulatur > KLICK

Studie: von 55,5 auf 54,1 Sek. durch Apnoe-Training > KLICK

Wir fassen eine neue Studie zum Thema zusammen, um weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.

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Titel der Studie

The effects of high-intensity hypoxic training on 50m freestyle swimming performance

(Die Auswirkungen von hochintensivem Hypoxietraining auf die Leistung beim 50-Meter-Freistilschwimmen).

Autoren: Grznár, L., Labudová, J., Púzser, K. & Odráška, L. (2025).

Erschienen in: Journal of Physical Education and Sport, 25 (5), 1071-1076.

Inhalt der Studie

Diese Studie untersucht die Auswirkungen einer sechswöchigen, hochintensiven hypoxischen Trainingsintervention auf jugendliche Leistungsschwimmer.

Sechzehn Teilnehmer wurden in zwei Gruppen unterteilt: eine Experimentalgruppe (EX), die zweimal wöchentlich hypoxische Trainingseinheiten absolvierte, und eine Kontrollgruppe (CG), die einem Standardtrainingsprogramm folgte.

Die Leistungsfähigkeit wurde anhand von vier spezifischen Tests ermittelt: Dauer der statischen Apnoe, zurückgelegte Distanz beim Luftanhalten, Zeit über 50 Meter Freistil sowie die Anzahl der während der Belastung getätigten Atemzüge. Um sowohl die statistische als auch die praktische Signifikanz der Intervention zu bewerten, wurde für jede Variable der Effektstärkekoeffizient „r“ (Effect Size, ES) berechnet. Die EX-Gruppe zeigte bei allen gemessenen Parametern statistisch signifikante Verbesserungen. Konkret stieg die Dauer der statischen Apnoe um 9,63 % (p < 0,05; ES = 0,26), die zurückgelegte Distanz beim Luftanhalten verbesserte sich um 7,31 % (p < 0,05; ES = 0,38), die Anzahl der Atemzüge verringerte sich um 47,92 % (p < 0,05; ES = 1,57) und die Zeit über 50 Meter Freistil sank um 1,97 % (p < 0,05; ES = 0,89).

Im Gegensatz dazu zeigte die Kontrollgruppe (KG) lediglich marginale Verbesserungen, wobei eine statistisch signifikante Veränderung nur bei der Zeit über 50 Meter Freistil beobachtet wurde (1,06 %; p < 0,05; ES = 0,52).

Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Forschungsarbeiten, die darauf hindeuten, dass kontrolliertes Hypoxietraining physiologische Anpassungen fördert – einschließlich einer verbesserten Sauerstoffverwertung und respiratorischen Effizienz. Diese Befunde stützen vorangegangene Studien, denen zufolge eine kontrollierte Hypoxieexposition zu vorteilhaften physiologischen Anpassungen führt; hierzu zählen eine gesteigerte Sauerstoffverwertung, eine verbesserte Atemkontrolle sowie eine Leistungssteigerung unter Bedingungen eingeschränkter Sauerstoffverfügbarkeit.

Die Studie unterstreicht den Nutzen der Integration von Hypoxietraining in Schwimmprogramme, um bei jungen Athleten sowohl die Atemkontrolle als auch die Ausdauer zu verbessern.

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