Schneller Schwimmen

Tipp #187: Dreierzug oder Zweierzug? Hör auf, dich zu quälen!

 

Der Dreierzug ist nicht beste Wahl!

Leistung, Stoffwechsel & Atmung optimal abstimmen

Ist das wirklich der Goldstandard? Sollte man den Dreierzug beim Kraulschwimmen unbedingt beherrschen? Ist man erst dann technisch gut, wenn man den Dreierzug schwimmen kann? Ist der Dreierzug denn auch im Wettkampf die optimale Technik?

Viele Fragen – ein Thema. Schauen wir uns das mal etwas genauer an, wird die Sachlage sehr schnell sehr klar und eindeutig.

Nein, der Dreierzug ist keine Wettkampftechnik. Dieses Thema haben wir bereits in diesem Tipp (> KLICK) einmal besprochen. Dennoch gilt hier nochmals der Hinweis auf die wichtige Überprüfung von Annahmen in der Praxis. Blicken wir in die Weltklasse des Schwimmsports, stellen wir fest: hier schwimmt niemand im Dreierzug.

Lange Pause zwischen den Atemzügen nachteilig

Der Grund ist schnell gefunden. Wer in hohen Intensitätsbereichen schwimmt, kann sich die lange Pause zwischen den Atemzügen, die durch den Dreierzug entsteht, nicht erlauben. Im Video (siehe unten) nennen wir dazu zahlreiche Beispiele.

Ökonomisches und schnelles Schwimmen braucht einen guten Rhythmus

Ist der Dreierzug rhythmisch? Tendenziell ist diese Art der Technik womöglich deutlich weniger rhythmisch als ein Zweierzug! Ein Wechsel zwischen favorisierter Atemseite (diese Seite wird es geben) und weniger guter Atemtechnik auf der anderen Seite, führt evtl. zu einer unrhythmischen Schwimmtechnik.

Warum sollte man sich deshalb „quälen“, eine Atemtechnik zu erlernen, die mehr Schwierigkeiten erzeugt als dass sie das Schwimmtempo unterstützt?

Überprüfung statt Annahme 

Dieser Artikel – sowie die Praxis-Beispiele von Weltklasseathleten im Video – sollen dich anregen, als TrainerIn wie auch als SportlerIn, über diese Thema vielleicht einmal anders nachzudenken. Denn wie immer gilt es, bestehende Annahmen immer wieder der Überprüfung zu unterziehen und zu hinterfragen.

Und gleichzeitig gibt es ein „aber“ oder besser ein „dennoch“: selbstverständlich ist es vorteilhaft, zu beiden Seiten atmen zu können und das im Training auch zu üben. Denn je variabler und sicherer du in deinen Möglichkeiten bist, umso besser ist das. Die Wettkampf-Regel aber bleibt: der Zweierzug erlaubt dir höhere Intensitäten.

Viel Spaß bei der Umsetzung!

Deine unverzichtbare Planungshilfe für dein Training!

Viel Erfolg und besseres Training in der Zukunft mit dieser Hilfestellung!

Das Video mit weiteren Tipps und Hintergründen zu Tipp 187

Mit einem Klick auf das Motiv startet das Video. Auch dieses Mal kommen die bewegten Bilder aus der tollen Atmosphäre unserer Schwimm- und Kraul-ABC-Camps Nun viel Spaß mit dem Clip!

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