Studie: Die letzten 11 Wochen vor dem Hauptwettkampf

Wissenschaft

Das Training in den letzten 11 Wochen vor dem Hauptwettkampf

Abstract-Übersetzung der Studie (weitere Informationen siehe unten)

Die Periodisierung des Schwimmtrainings in den letzten Trainingsphasen vor dem Wettkampf und seine Auswirkungen auf die Leistung wurden bisher nur unzureichend beschrieben. Wir haben die Beziehungen zwischen den letzten elf Trainingswochen und den Leistungswettkämpfen in 138 Elitesprint-, Mittelstrecken- und Langstreckenschwimmern über 20 Wettkampfperioden modelliert.

Die Gesamtbelastung (TTL), das Krafttraining (ST) sowie die Trainingsvariablen mit niedriger bis mittlerer Intensität und hoher Intensität wurden überwacht. Die Trainingsbelastung wurde als Prozentsatz des maximal gemessenen Volumens bei jeder Intensitätsstufe skaliert.

Es wurden vier Trainingsperioden (Meso-Zyklen) definiert:

Tapering (Wochen 1 bis 2 vor dem Wettkampf),

kurzfristig (Wochen 3 bis 5),

mittelfristig (Wochen 6 bis 8) und

langfristig (Wochen 9 bis 11).

Mixed-Effects-Modelle wurden verwendet, um den Zusammenhang zwischen der Trainingsbelastung in jedem Trainings-Meso-Zyklus und der Leistung des großen Wettbewerbs am Ende der Saison zu analysieren.

Bei Sprintern war ein Anstieg um 10% zwischen ~ 20% und 70% der TTL in mittel- und langfristigen Meso-Zyklen mit einer um 0,07 s bzw. 0,20 s höheren Leistung bei den Ereignissen von 50 m und 100 m verbunden (p < 0,01).

Für Mittelstreckenschwimmer führte eine höhere TTL im Kurz-, Mittel- und Langzeittraining zu einer schnelleren Wettkampfleistung (z. B. erhöhte sich die TTL um 10% mit Verbesserungen von 0,1–1,0 s bei 200 m-Ereignissen und 0,3– 1,6 s in 400 m Freistil, p <0,01).

Bei Sprintern verursachte eine maximale ST-Belastung von 60% bis 70% 6–8 Wochen vor dem Wettbewerb die größten positiven Auswirkungen auf die Leistung (p <0,01).

Zusammenfassung:

Ein Anstieg der TTL während der mittel- und langfristigen Vorbereitung (6–11 Wochen vor dem Wettbewerb) war mit einer verbesserten Leistung verbunden. Periodisierungspläne sollten an die Spezialität der Schwimmer angepasst werden.

Autor: Hellard, P., Scordia, C., Avalos, M. & Mujika, I., Pyne, D. B.

Erscheinen: Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism, 42 (10), 1106-1117

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