Schneller Schwimmen #14: Mentale Höchstleistung programmieren

Nur wer weiß, wie er tickt, kann richtig ticken

Wo liegt ihr Empfangskanal?

Jeder Mensch besitzt einen präferierten Wahrnehmungs- oder Sinneskanal. Einfach gesprochen sind das Kanäle über die man besonders gut seine Umwelt wahrnimmt, lernt, Erinnerungen abspeichert oder sich motiviert. Mit dem Wissen um den persönlich präferierten (es gibt immer einen Misch aus alle Kanälen jedoch mit unterschiedlicher individueller Ausprägung) lässt sich beispielsweise auch die Stimmungslage deutlich gezielter ansprechen … bis hin zur gezielten Steuerung.

Nicht nur im Sport lässt sich mit dem Wissen um den individuell präferierten Wahrnehmungskanal sehr gezielt Prozesse ansteuern, die die Leistung positiv beeinflussen. Vielleicht erinnern Sie sich auch, wie Sie am besten lernen? Manche tun das über Bilder, andere über das gesprochene Wort. So verhält es sich auch mit dem Zugang vom Aussen zum Innen – senden Sie die richtigen Signale z.B. im unmittelbaren Vorfeld eines Wettkampfes, werden Sie sich in einen deutlich besseren Gesamtzustand (physisch und psychisch) bringen können.

Und wieder einmal wird damit deutlich, wie komplex und individuell das Thema “Leistung” ist.

Im Regelfall sind das die bevorzugten Kanäle der Wahrnehmung

Visuell = Optische Reize, Sehen

Auditiv = Töne, hören

Kinästhetisch = Gefühle

In seltenen Fällen auch

Olfaktorisch = Riechen

Gustatorisch = Schmecken

In der oberen Kategorie werden Sie vermutlich auch Ihre Präferenz erkennen. Dabei gibt nie eine ausschließliche Präferenz. Vielmehr handelt es immer um Mischformen, die mit tendenziell einen Kanal bevorzugen. Das Wissen um diesen persönlichen Sende- und Empfangsbereich ist wichtig. Denn nur dann finde ich die individuell optimalen Methoden für effektives Lernen.

Jeder Mensch verfügt im Regelfall über alle genannten Kanäle, benutzt aber nicht alle davon gleichrangig. Weiß man um den größten Kanal, also der, der eine entsprechende Bandbreite besitzt, kann man ihn für sich gezielt einsetzen.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist die Motivation und die positive Einstimmung, z.B. auf einen Wettkampf. Nur dann kann man Hilfsmittel für sich selber so einsetzen, dass man zuversichtlich und entspannt in einen Wettkampf geht, um dort sein geplantes Rennen zu machen. Und eben nicht der Erwartung anderer verfällt.

Denn merke: jede Enttäuschung setzt eine Erwartung voraus. Das könne eigene und/oder Erwartungen anderer sein. Die Herkunft zu ermitteln, ist eine wichtige Aufgabe.

Hier findet sich zum Ausdrucken ein sehr vereinfachter aber doch aussagekräftiger Test zur tendenziellen Ermittlung des individuell präferierten Sinneskanal >KLICK

Können wir uns mit gezielten Hilfsmitteln und Methoden von Erwartungen lösen, steht einer optimalen Leistung nichts mehr im Wege.

Im Video sprechen wir deshalb über Wahrnehmungskanäle und das sehr wirksame Tool von Edward de Bono. Es nennt sich P-M-I (Plus-Minus-Interesse) und ist aus eigener Erfahrung seit den 90er-Jahren bei verschiedensten Sportlern, eine sehr wirksame Methode, u.a. gegen Wettkampf- und auch Prüfungsangst. Dieser Beitrag soll anregen, über die genannten Aspekte nachzudenken. Schließlich beginnt jede Aktion in unserem Kopf. Je besser wir die Vorgänge verstehen und bestenfalls steuern können, umso krisenfester wird der Output, die sichtbare Leistung. Für Trainer und Sportler eigentlich unentbehrliches Basiswissen, das aber leider weder im Studium noch in der Trainer-Ausbildung zur Anwendung kommt. Eine große Chance, die Sie sich durch private Fortbildungen in vielen Lebensbereichen zu Nutze machen können.

Mit einem Klick startet das Video! Viel Spaß dabei!