Schneller Schwimmen #06: Schalte deine Potenziale frei

Warum erst gutes Sehen reaktionsschnell macht

Ein etwas anderer Blick auf das Thema Training und Leistung

Gibt es DAS Talent? Schon hier gehen die Meinungen auseinander. Denn so genau weiß man nicht, ob nicht evtl. ganz klar erkennbare Fähigkeiten erst dazu führen, dass sich andere Möglichkeiten offenbaren. Oder anders gesprochen: nur wer auf einen Berg geht, kann auch ins Tal blicken. Das soll darauf hindeuten, wie wichtig es sein kann, seine Perspektive zu überprüfen.

Im Falle einer motorischen Begabung kann es nämlich durchaus ähnlich sein. Wie wäre der Gedanke, ein Bewegungsprogramm womöglich komplett korrekt im Gehirn eingespeichert zu haben, es jedoch bei der Umsetzung hapert. Vielleicht kennen Sie diese Situation?! Im Prinzip ist fast jedes Training von solchen oder ähnlichen Prozessen gekennzeichnet.

Dabei dürfen genetische Vorteile in Bezug auf den Körperbau (z.B. unterschiedliche Körpergröße für die Eignung  als Basketballspieler, Formel-1-Rennfahrer oder Kugelstosser) nicht mit anderen, zunächst nicht offensichtlichen, Fähigkeiten verwechselt werden. Denn im zunächst nicht Sichtbaren könnte der große Hebel – auch für Sie – liegen.

Hier gilt es vielleicht umzudenken. Möglicherweise könnte man Übungen ohne zeitliche Begrenzung schwimmen, mit dem Ziel, irgendwann der Vorstellung der optimalen Bewegung näher zu kommen – ohne, dieses Ziel zu erreichen. Doch was wäre, wenn der Hebel zum “Freischalten” der individuellen Möglichkeiten gar nicht dort verbogen ist, wo man ihn vermutet? Schwimmen im Wasser zu erlernen, klingt plausibel. Doch das Potenzial könnte durchaus auf dem Trockenen liegen.

Spektakuläre Studie mit völlig neuem Einblick 

Hören Sie das Beispiel einer Untersuchung aus dem Baseball-Sport im Video an und Sie werden erstaunt sein und vielleicht sogar Ihren persönlichen Zugang zu technischer Optimierung von Bewegungen komplett überdenken und völlig neu strukturieren. Selten hat aus unserer Sicht eine Untersuchung solch eine Gedankenspirale in Bewegung gesetzt.

Denn was muss zuerst vorhanden sein? Ist es die offensichtliche motorische Begabung eine Bewegung optimal umsetzen zu können? Oder sind es explizite Fähigkeiten, wie die Beweglichkeit, die es erst ermöglichen, diese Potenziale offenzulegen. Ein sehr interessanter Gedanke nicht nur für den Schwimmsport. Nehmen wir das Beispiel Tennis. Kann jemand seine motorischen Fähigkeiten einer perfekten Schlagbewegung überhaupt entwickeln, wenn er – um im Extrem zu sprechen – überhaupt nicht die Sehfähigkeit hat, um die Flugbahn des Balles korrekt zu berechnen? Sicherlich nicht. Also stehen mitunter andere Fähigkeiten, die zunächst mit dem Sport nicht so viel zu tun haben (scheinen), in der Rangordnung über der motorischen Begabung.

Im Video sprechen wir über die spektakuläre Erkenntnis der Studie aus den USA.

Viel Spaß – mit einem Klick auf das Motiv startet der Clip.