Test: Garmin Swim 2

Die Smartwatch für Schwimmer und Triathleten

Unser Test der Garmin Swim 2

Eine Uhr am Handgelenk eines Schwimmers? Dies widerspricht fast der Etikette. Kaum ein Schwimmer trägt freiwillig eine Uhr während des Trainings. Der Grund? Das hat vor allem damit zu tun, dass beim Gruppentraining auf der Bahn die Verletzungsgefahr beim unfreiwilligen Handkontakt entgegenkommender Schwimmer durchaus gegeben ist. Gesellt sich dann noch der Glaube hinzu, dass ein Arm schwerer werden könnte als der andere, muss die Schwimmuhr schon sehr gute Argumente liefern, um zum Einsatz zu kommen.

Triathleten und auch Freiwasserschwimmer hingegen schätzen an den Uhren, im Regelfall ja auch als Einzelsportler nicht einer Trainingsgruppe angehörig, die Vielfalt an Informationen und Vorgaben, die das Training besser planbar macht. Um Sportlern, die häufig für sich selbst trainieren, einen Eindruck zu vermitteln, haben wir die Garmin Swim 2 in den Schwimmcamps an verschiedene Sportler verliehen und das Urteil eingeholt.

Die erste Überraschung: Herzfrequenzmessung am Handgelenk!

Dieses Feature hat alle Testschwimmer überzeugt. Die Messung der Herzfrequenz direkt am Handgelenk funktionierte einwandfrei und hat bei verschiedenen Aufgaben (Intervalle, Dauerschwimmen) bestens funktioniert. Bestnote für diese Weiterentwicklung, weil damit auch Schwankungen während des Schwimmens erfasst werden können. Dies ist vor allem bei längeren Strecken und Intervallserien sehr interessant.

Streckenerfassung auf der Bahn: Licht und Schatten

Die korrekte Streckenerfassung im Wasser ist für alle Uhren schwierig, wenn sie auf die Rhythmik der Bewegungen angewiesen sind. Häufige Wechsel der Schwimmarten oder gar die Streckenerfassung beim Absolvieren von technischen Übungen oder Beinarbeitschwimmen, stören die Gesamterfassung. Hier muss man Abstriche machen.

Intervallserien werden korrekt erfasst und Pausen erkannt. Damit kann im Anschluss an das Training eine fundierte Analyse des Trainings durchgeführt werden. In der Kombination mit den Daten wie Zugfrequenz, Tempo, SWOLF und anderen Parametern macht der Blick auf das absolvierte Training richtig Spaß. Hilfreich ist auch die Möglichkeit, verschiedene Datenkurven übereinander legen zu können. So erhält man Zusammenhänge z.B. zwischen Zug- und Herzfrequenz, die sonst nur mit erheblichem Aufwand dargestellt werden könnten.

Display: Übersichtlich

Keinen Durchblick? Das kennt jeder: eine Schwimmbrille hilft zwar beim Schwimmen, einen glasklaren Blick lässt sie aber nicht zu. Umso wichtiger ist es deshalb, ein großes und gut lesbares Display zu haben. Hier haben die Tester der Garmin Swim 2 ein gutes Zeugnis ausgestellt. Auch in der Dämmerung der Abendstunde oder beim Flutlicht waren die Zahlen gut ablesbar.

Gewicht und Handling: einwandfrei

Selbst passionierte Beckenschwimmer konnten sich mit dem Gewicht der Uhr durchaus anfreunden und empfanden keine Störungen oder gar Ungleichgewichte.

Koppelung und Datenerfassung

Die Koppelung der Garmin Swim 2 per Bluetooth klappte problemlos, womit die Übertragung der Daten in den Garmin-Connect-Account unmittelbar nach der Trainingseinheit möglich war. Die dortige Aufzeichnung ist übersichtlich und ermittelt weitere Daten wie den SWOLF-Wert und andere Parameter. Besonders interessant empfanden es die Testschwimmer, die unterschiedlichen Daten übereinander legen zu können. So wie in diesem Beispiel die Überlagerung von Tempo (Min/100m) und der Herzfrequenz.

Freiwasserschwimmen

Die Streckenmessung im offenen Gewässer ist, sofern man auf die Hilfe von GPS-gestützten Geräten verzichtet, nicht einfach bis unmöglich. Deshalb haben wir die Garmin Swim 2 bei unseren Openwaterschwimmen zum Einsatz gebracht. Sowohl die Streckenmessung wie auch die anderen Parameter wie Herzfrequenz, Zugfrequenz u.a. wurden korrekt erfasst und finden sich übersichtlich aufbereitet im Garmin-Connect-Account wieder.

Schwimmen und noch viel mehr

Zwar steht Swim 2 auf dem Produkt, drinnen steckt aber dann doch eine komplette Multisportuhr. So war ein Teilnehmer mit der Uhr sowohl bei einer Laufeinheit wie auch einer Radtour unterwegs. Dabei haben sich völlig korrekte Werte ergeben (u.a. auch Höhenmeter-Erfassung) und auch die Herzfrequenz-Messung am Handgelenk funktionierte in diesen Sportarten zuverlässig. Daumen hoch für den multifunktionalen Einsatz!

Fazit

Die Garmin Swim 2 ist aus unserer Sicht eine Uhr, die Schwimmer beim Training mit der Vielfalt an Informationen enorm unterstützen kann. Weitere Features wie die Countdown-Zählung bei Intervallserien haben wir nicht ausprobieren können. Der Hersteller wies uns darauf hin, dass komplette Intervallserien auf das Gerät geladen und dann abgerufen werden können. Das ist sicherlich ein zusätzlicher Bonus und kann für Sportler, die sonst alleine und ohne Trainingsuhr trainieren, zu einer ganz wichtigen Hilfestellung werden. Somit kann das Training besser geplant, durchgeführt und analysiert werden. Für Einzelsportler ohne Anschluss an eine Trainingsgruppe eine sinnvolle Ergänzung!

Der empfohlene Verkaufspreis der Uhr liegt bei 249,99 Euro.