Studie: Entscheidet die Genetik über den Erfolg?
Bestimmen die Gene das Potenzial im Leistungssport?
Zum Sport geboren? Eine Studie.
Die Ausdauerleistungsfähigkeit eines Menschen wird von mehreren Faktoren beeinflusst, wobei die Erblichkeit einer der Bestimmungsfaktoren ist. Vielleicht hast du auch schon einmal von „einem geborenen Sprinter“ (> Klick zu einer Studie) gehört? Das gleiche Phänomen gibt es auch im Ausdauersport. Als Trainer und Sportler gibt es hier einige aussagekräftige Tests, die du nutzen kannst, um eine erste Diagnostik durchzuführen. Die Messung der Sprunghöhe gibt beispielsweise einen interessante Eindruck und kann deutliche Tendenzen aufzeigen.
Genetische Faktoren spielen also eine Schlüsselrolle im Sport. Deshalb ist ein günstiges genetisches Profil entscheidend für den sportlichen Erfolg. Forschungsergebnisse zufolge liegen die Erblichkeitswerte für leistungsrelevante bei Spitzensportlern bei etwa (nach McArthur & North, 2005)
50% für die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit VO2max
42-46% für das Herzzeitvolumen
40-50% für die Muskelfaserverteilung (schnell/langsam zuckende Muskelfasern)
67% für explosive Muskelkraft.
Guth & Roth (2013) erwähnen in ihrer Studie deshalb, dass ein günstiges Genprofil in Verbindung mit einem passenden (d.h. darauf zugeschnittenen) Training zu höheren Leistungen und damit einhergehend größerem sportlichen Erfolg führt.
Eine Studie (Metaanalyse) von Ferreira et al (2024) identifizierte 50 Gene, die mit der Leistungsfähigkeit in den Bereichen Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft in Verbindung gebracht werden. Im Vereins- und auch Schulsport ist Trainern und Lehrern deshalb geholfen, wenn sie die Bewegungen und Eignungen der SchülerInnen und SportlerInnen genauestens beobachten, um Talente (> KLICK hier zu einem weiteren Artikel) zu erkennen.
Wir fassen eine Studie zusammen, die uns weitere Einblicke gibt.
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Titel der Studie
Importance of selected genetic determinants on endurance performance and physical strength: a narrative review
(Die Bedeutung ausgewählter genetischer Faktoren für die Ausdauerleistung und die körperliche Kraft: eine Übersichtsarbeit).
Autoren: Yao, J., Saraf, F., Rathore, V. S., Darkazanli, K., Liu, Y., Korivi, M. & Bhaskar, L. V. K. S. (2025).
Erschienen in: Frontiers in Physiology, 16, 1568334 > Link zur Studie
Inhalt der Studie
Körperliche Stärke und Ausdauer eines Menschen sind für die sportliche Leistung und die Minimierung des Verletzungsrisikos, insbesondere bei Wettkämpfen, von entscheidender Bedeutung. Abgesehen von Training und Ernährung wird die sportliche Leistung durch genetische Faktoren bzw. Vererbung bestimmt, die in der sportwissenschaftlichen Forschung weniger im Fokus stehen.
Genetische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle für eine bessere kardiovaskuläre Ausdauer und muskuläre Phänotypen und tragen somit zum sportlichen Erfolg bei.
Mehrere Gene und verschiedene Polymorphismen stehen in positiver/negativer Verbindung mit der sportlichen Leistung.
Diese Übersichtsarbeit untersuchte die komplexe Rolle mehrerer Gene und Polymorphismen in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und erforschte ihren Einfluss auf die Fähigkeit eines Menschen, sportliche Aktivitäten auszuüben. Von den mehreren identifizierten Genen werden in dieser Studie die wichtigsten Gene erörtert, darunter ACE, AGT, BDKRB2, NOS3, HIF1A, ACTN3, AMPD1, PPARGC1, SOD2, BDNF, VDR und mtDNA.
Diese Gene spielen Berichten zufolge eine unverzichtbare Rolle für Ausdauerleistung und Kraft. Darüber hinaus besteht das Potenzial, dass genetische Variationen/Polymorphismen innerhalb dieser Gene verschiedene Aspekte der Physiologie beeinflussen, darunter die Herz-Kreislauf-Funktion, die Zusammensetzung der Muskelfasern und die Stoffwechseleffizienz.
Genetische Polymorphismen gelten als Faktoren, die die sportliche Leistungsfähigkeit für anhaltende körperliche Aktivitäten in den jeweiligen Sportarten bestimmen. Wir haben die bemerkenswerten Erkenntnisse aus der vorhandenen Literatur hervorgehoben und den Zusammenhang zwischen bestimmten Genpolymorphismen und sportlicher Leistungsfähigkeit genau untersucht, mit besonderem Fokus auf ausdauerorientierte Sportarten (Laufen, Radfahren und Schwimmen) und Kraftsportarten.
Das Verständnis der genetischen Variationen und ihres Einflusses auf Ausdauer-/Kraftsportarten kann wertvolle Erkenntnisse für Sportler, Trainer und Sportwissenschaftler liefern, die ihre Trainingsstrategien und Leistungsergebnisse verbessern und so erfolgreich sein wollen.
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