Leserfrage: Wie gelingt der Wiedereinstieg?

Wir freuen uns über die sehr positive Resonanz zu unseren Beiträgen. Gerne beantworten wir auch Fragen rund um den Schwimmsport, Training, Wettkampf und mehr. In Zukunft möchten wir das mehr und mehr öffentlich machen. Deshalb gerne Fragen senden an “info@docwim.de”

Leserfrage:
In meiner Jugend war ich aktiver Schwimmer und bin viele Wettkämpfe geschwommen. Doch mit dem Studium und Berufseinstieg fehlte die Zeit. Mit unseren beiden Kindern gehen wir derzeit nur zum Plantschen ins Schwimmbad. Nach 15 Jahren Schwimmpause möchte ich nun wieder durchstarten. Doch ich frage mich, auf was ich achten muss. Geht die Technik verloren oder hat der Kopf auch nach so langer Zeit die Bewegungsmuster “abgespeichert”?

Unser Tipp:
Die gute Nachricht vorweg: Wer auf eine lange Trainings- und Wettkampfzeit zurückblicken kann, der darf erwarten, dass die koordinativen und sensomotorischen Fähigkeiten grundlegend erhalten geblieben sind. Der Einstieg in das Training wird Ihnen demzufolge, auch nach vielen Jahren der Abstinenz, wegen des motorischen Erinnerungsvermögens tendenziell leicht fallen.
Wenn jedoch die Kombination aus abnehmender Fitness und zunehmendem Alter zutreffend ist, so muss man seine Erwartungen realistisch einschätzen. So hängt die schwimmerische Leistung sehr stark mit den Kraftfähigkeiten zusammen. Nach den ersten Trainingseinheiten, die schnelle Erfolgserlebnisse bringen, sollten Sie ein ergänzendes Zugseiltraining aufnehmen, um Ihre Abdruckkraft sukzessive zu stärken. So verbessern Sie die Abstimmung Ihrer Bewegungen und Ihre Technik wird weiter an Dynamik gewinnen. Als Folge schwimmen Sie effektiver und lernen, die Muskulatur wieder so fein anzusteuern, wie Sie das in der Jugendzeit erlernt haben. Haben Sie aber Geduld, wenn, nach einem ersten steilen Anstieg der Formkurve, das erste kleine Leistungsplateau entsteht. Planen Sie die Teilnahme an Masterswettkämpfen ein. So gewinnt Ihr Trainingsplan an Struktur und die Motivation steigt wie von alleine!

2 Gedanken zu „Leserfrage: Wie gelingt der Wiedereinstieg?

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