TRAINING: Warum das Lagenschwimmen in das Training gehört

5 Gründe für das Lagenschwimmen

Deshalb gehören alle Lagen in das Training

Tipp: am kommenden Montag erscheint der passenden Trainingsplan zum Artikel!

HSA – dieses Kürzel steht für die Hauptschwimmart. Doch daneben gibt es mit den drei NSA, also Nebenschwimmarten, eine Fülle von Möglichkeiten zu einem besseren Schwimmer zu werden. Lassen Sie sich mit den folgenden 5 Argumenten für das Lagenschwimmen motivieren.

Es ist nur natürlich und vollkommen normal, sich ab einem gewissen Punkt für das zu entscheiden, was man am besten kann. Dies gibt die Möglichkeit, die persönlichen Grenzen auszuloten, sich im sportlichen Wettstreit gut zu platzieren und sich zu perfektionieren.

Das bedeutet besonders im Schwimmsport jedoch auch, dass die Gefahr groß ist, die anderen drei Lagen gedanklich beiseite zu legen und sie lediglich als Garnitur des Trainings zu betrachten. Dabei geben sie dem Training viele Facetten, Varianten und sogar auch die Möglichkeit, im Falle einer Leistungsstagnation in der Hauptschwimmart, motivierende Momente zu erzeugen. Nämlich dann, wenn es mal nicht so läuft in der bevorzugten Lage. Dann kann es durchaus passieren, dass man einen Leistungssprung in einer Nebenlage macht und plötzlich Gefallen am Lagenschwimmen findet.

Setzen Sie deshalb vielleicht nicht zu 100 Prozent auf eine Lage. Auch für Freiwasserschwimmer oder Triathleten ist es zu empfehlen, vielfältige Erlebnismomente im Wasser zu erzeugen, um Eintönigkeit und Langeweile vorzubeugen. Es gibt sicher mehr als fünf Gründe für das Lagenschwimmen. Doch bestimmt ist hier einer dabei, der Sie für das Neue Jahr motivieren könnte, das eigene Training zu überdenken und ihm neue Impulse zu verleihen.

  1. Vielseitigkeit des Trainings

Zwar gibt es eine Fülle an Möglichkeiten, das Training mittels der verschiedenen Trainingsmethoden vielseitig zu gestalten. Integrieren Sie jedoch die anderen drei Nebenlagen zu ihren Spezialserien hinzu, vervielfältigen sich die Optionen. Sie fordern sich damit auch geistig neu, kreieren neue Programminhalte und haben richtig Spaß an den vielseitigen Aufgabenstellungen.

  1. Vielseitigkeit der Beanspruchung

Schwimmen Sie die meisten Inhalte Ihres Trainings in der Hauptlage? Dann besteht durchaus die Gefahr der einseitigen muskulären Beanspruchung. Sei es durch das Atmen auf eine Seite beim Kraulschwimmen oder die sehr punktuellen Belastungen auf einzelne Systeme (Gelenke, Muskeln) des Bewegungsapparates. Gönnen Sie diesen gestressten Strukturen etwas Erholung, indem Sie die Lagen regelmäßig wechseln.

  1. Wassergefühl

Wer immer nur das tut, was er kann, wird auch immer nur das erleben, was er (mehr oder weniger) schon immer erlebt hat. Im Schwimmsport wird das Phänomen des Wassergefühls immer wieder diskutiert und dennoch ist es nicht mit Zahlen zu greifen. Hier hilft es, die Eigenarten der Bewegung im Wasser, des Wasserdrucks, des Gleitens und Schwebens möglichst variantenreich zu erleben. Jede Lage produziert ein anderes, sehr spezifisches Gefühl für diese Eindrücke. Erhöhen Sie die Menge an Impulsen, erhöhen Sie auch die Chance auf ein besseres Wassergefühl in allen Lagen.

  1. Koordinatives Vermögen

Schwimmen ist eine technische Sportart. Keine Ausdauersportart fordert den Athleten so umfangreich. Allein der Aufenthalt in einem dem Menschen fremden Umfeld, dem Wasser, erfordert eine ganze andere Herangehensweise als beispielsweise beim Laufen. Je gewandter Sie im Umgang mit der quasi Schwerelosigkeit agieren, desto besser werden Ihre koordinativen Eigenschaften, die Hebel günstig zu platzieren und eine strömungsgünstige Lage einzunehmen. Die vier Lagen bieten Ihnen dazu das optimale Umfeld! Integrieren Sie die koordinativen Aufgaben des Lagenschwimmens in Ihr Training und Ihr koordinatives Vermögen wird Sie auch in Ihrer Hauptlage zu einem besseren Schwimmer werden lassen.

  1. Eitelkeit, Anspruch und Aussichten

Neben den genannten Ratschlägen geht es aber doch auch um einen wesentlichen Anspruch beim Schwimmen: es darf auch gut aussehen! Ganz gleich, ob in der Trainingsgruppe oder beim freien Training im öffentlichen Bad. Wer alle vier Schwimmarten beherrscht, wird anders wahrgenommen, fühlt sich selber besser und demonstriert zudem den persönlichen Willen, seine Sache ernst zu nehmen. Eitelkeit ist deshalb nicht der schlechteste Motivator, um aus einem kraulenden Triathleten zukünftig einen lagenschwimmenden Wassersportler zu machen. Und auch bei den Spezialisten zeigen Spitzensportler wie Michael Phelps, Ryan Lochte oder Laszlo Czeh, dass ein vielseitiges Portfolio an Schwimmlagen nicht nur eine gute Ausgangsposition für die Weiterentwicklung ist. So ist schon mancher Lagenschwimmer zum Spezialisten einer Lage geworden. Man kann sich also mit der technischen Beherrschung der vier Lagen viele Türen offen halten.


Von Holger Lüning

 

 

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