Tipp #181: Der Beweis – ohne Atmung schneller schwimmen
Stimmst du zu?
Müssten wir nicht atmen, würden wir alle schneller schwimmen?
Fakt ist: Das schnellste Schwimmen ist der 50-Meter-Sprint ohne Atmung!
Die Beobachtung, dass die besten Athleten und Athletinnen dieser Welt bei einem 50-Meter-Sprint im Freistil- und Delfinschwimmen nicht atmen, beruht nicht auf der Tatsache, dass es die Belastungszeit von ca. 21-25 Sekunden nicht erforderlich macht. Vielmehr wird diese Fähigkeit explizit trainiert!
Unbedingt anschauen: Im Video unten sehen wir eine beeindruckende Unterwasser-Sequenz von Cameron McEvoy aus seinem Weltmeisterschafts-Rennen.
Und nun kommt die Frage nach dem „warum“ ins Spiel und die Suche nach den offensichtlich ja tempo-fördernden Aspekten. Und ganz schnell kristallisiert sich ein wesentlicher Grund heraus: je weniger sich ein Körper dreht (vor allem im Beckenbereich), umso effizienter ist seine Fortbewegung im Sinne optimierter Widerstände.
Nun ist das mitunter leichter gesagt als getan. Schließlich gilt es, beim schwimmenden Menschen die Hebel und Extremitäten bestmöglich in die Gesamtkoordination zu integrieren. Eine Drehbewegung um die Längsachse herum, insbesondere im Bereich des Schultergürtels, wird es deshalb immer geben. Und sie ist auch – in Maßen – notwendig, um die alternierende Armarbeit beim Kraul- und Rückenschwimmen zu ermöglichen.
Ruhige Körper bewegen sich effizienter – aber …
Blicken wir deshalb in die isolierte Betrachtung der Wasserlage. So sind Grundprinzipien und Idealvorstellungen deutlicher sichtbar.
So gibt es auch im Tierreich kein Vortriebsmodell mit sich drehenden Körpern. Ebenso in der modernen Technologie. Eine effiziente Vortriebsleistung entsteht dann, wenn sich der Körper möglichst ruhig verhält. Jede, in der Körperlage verursachte Unruhe führt unweigerlich zu einer Erhöhung der verschiedenen Widerstände (an erster Stelle der Frontalwiderstand).
Diesen Aspekt haben wir bereits im Strömungskanal eindrucksvoll testen und mit Fakten belegen können KLICK > siehe Tipp 123.
Zusätzlich hier ein Link zur Studie „Weniger atmen – schneller schwimmen?“ > KLICK
Schlussfolgernd geht es demzufolge immer um ein Bestreben, beide Vorhaben (Wasserlage & Koordination in der Gesamtbewegung) möglichst optimal in Einklang zu bringen.
Für die Praxis
Aus dieser Feststellung ergeben sich einige Ansätze, die in das Training einfließen können:
- eine ruhige Wasserlage erzeugt weniger Widerstände
- eine ruhige Körperposition führt zu einer höheren Wasserlage
- das Training mit dem Schwimmerschnorchel fördert das Gefühl für eine ruhige Wasserlage > KLICK Tipp 88
- das Beweglichkeitstraining führt zu einer ruhigeren Gesamtbewegung > KLICK Tipp 38
Viel Spaß und Erfolg bei der Berücksichtigung dieser Aspekte im Training.
Deine unverzichtbare Planungshilfe für dein Training!
Viel Erfolg und besseres Training in der Zukunft mit dieser Hilfestellung!
Das Video mit weiteren Tipps und Hintergründen zu Tipp 181
Mit einem Klick auf das Motiv startet das Video. Auch dieses Mal kommen die bewegten Bilder aus der tollen Atmosphäre unserer Schwimm- und Kraul-ABC-Camps auf Teneriffa. Nun viel Spaß mit dem Clip!
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