Studie: Entsteht Leistung in der vierten Dimension?
Eine Fähigkeit, die über dem VO2Max-Wert steht?
Was ist die vierte Dimension?
Was macht eine überragende Leistung aus? Natürlich denkt man zunächst an eine außergewöhnliche Eignung („Talent“) für die jeweilige Sportart. Meistens ist dieser Ansatz wenig spezifisch und eher einer Beobachtung zuzuordnen. Vielleicht mag man beim Schwimmen z.B. an den Ape-Index (> KLICK HIER) denken. Im nächsten Schritt, Insider-Informationen vorausgesetzt, kann man leistungsdiagnostische für eine Erklärung Daten heranziehen. Doch ist das wirklich alles?
In der Wissenschaft diskutiert man schon lange über die Stagnation herausragender VO2max-Werte (maximale Sauerstoffaufnahme-Fähigkeit > KLICK) im Spitzensport. Offensichtlich ist die Beurteilung vielschichtiger als es die Daten ermöglichen.
Wo liegen die Limits und wie kann sie bestimmen? Anscheinend ist das unmöglich (> Klick in Tipp 35)
Eine Dimension außerhalb der Leistungsdiagnostik
Und nun kommt die vierte Dimension ins Spiel: Willenskraft! In Verbindung mit der Fähigkeit, Belastungen und den damit verbundenen Belastungsschmerz zu vertragen. Ist das womöglich das i-Tüpfelchen? Oder ist diese Fähigkeit viel relevanter als man annehmen mag?
Denn schließlich beginnt diese Fähigkeit ja bereits im Training zu wirken, also höhere Intensitäten zu ermöglichen. Wo andere bereits das individuelle Level an Belastungsschmerz erreichen und die Leistung drosseln, sind andere womöglich fähig, noch „einen drauf zu setzen“.
Also ist es wieder einmal die Psychologie, die den Ausschlag gibt? Sicherlich. Und nun solltest du nicht denken: das ist ja nur etwas für die Top-Leute! Ganz im Gegenteil. Hier lauern auf jedem Leistungsniveau Möglichkeiten, die Wirkung des Trainings zu erhöhen. Klick doch mal in den Artikel „Podium Illusion“ und die dort verlinkten Beiträge, um Inspirationen zu erhalten.
Nun wollen wir aber eine Zusammenfassung aus einem Vortrag zur Verfügung stellen, der einen interessanten Blick auf diese Thematik wirft.
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Titel der Studie
The physiology of endurance exercise performance: More mention for the fourth dimension
(Die Physiologie der Ausdauerleistungsfähigkeit: Mehr Beachtung für die vierte Dimension).
Autoren: Jones, A. M. (2024).
Erschienen in: In D. Novak & D. Skegro (Hrsg.), 10th International scientific conference on kinesiology. Book of abstracts. (S. 29). Zagreb: University of Zagreb, Faculty of Kinesiology.
Inhalt des Vortrags
Dieser Vortrag stellt das Konzept der physiologischen Belastbarkeit bzw. Ausdauer vor und hebt ihre Bedeutung als unabhängiger Faktor für die Leistungsfähigkeit bei Ausdauertraining hervor.
Studien an Spitzensportlern veranschaulichen dies. So lieferten beispielsweise Messungen der VO2max, der fraktionierten Nutzung der VO2max und der Laufökonomie im frischen Zustand im Rahmen des Nike-Marathonprojekts „Breaking 2“ einigermaßen genaue Leistungsvorhersagen und wurden genutzt, um zu ermitteln, welche Spitzensportler physiologisch am besten dafür gerüstet waren, die 2-Stunden-Marathon-Grenze zu durchbrechen.
Von den ausgewählten Athleten hat jedoch nur Eliud Kipchoge dieses Kunststück geschafft, und seine Leistungen sind im Vergleich zu seinen Kollegen außergewöhnlich – was darauf hindeutet, dass er seinen Konkurrenten über eine überlegene Belastbarkeit verfügt.
Neuere Studien zeigen, dass nicht nur physiologische Variablen wie Trainingseffizienz und kritische Leistung bei längeren, ermüdenden Übungen nachlassen, sondern dass das Ausmaß dieser Verschlechterung von Person zu Person sehr unterschiedlich ist (z. B. 1-32 % bei der kritischen Leistung).
Darüber hinaus hat sich der Grad der Entkopplung zwischen Herzfrequenz und Geschwindigkeit bei Ausdauerbelastungen als wichtiges Leistungsmaß erwiesen.
Die Grundlagen dieser Unterschiede in der neuromuskulären Ermüdung und der metabolischen Stabilität werden anhand von Vergleichen zwischen ostafrikanischen Spitzenläufern und ihren kaukasischen Kollegen erörtert. Angesichts der zunehmenden Bedeutung physiologischer Belastbarkeit für den Erfolg im Ausdauersport ist es wichtig, Maßnahmen zu erwägen und/oder zu entwickeln, die Athleten helfen können, ihre Belastbarkeit und damit ihre Leistung zu verbessern.
Diese Maßnahmen können Trainingsmethoden, Ernährung (insbesondere die Kohlenhydratzufuhr), ergogene Hilfsmittel, Tempostrategien und Fortschritte in der Sporttechnologie (einschließlich „Super-Laufschuhen“) umfassen.
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