Studie: Schlafqualität bestimmt die Leistungsfähigkeit

Besser schlafen und die Bedeutung für die sportliche Leistung

Weshalb der Schlaf so wichtig ist

Der Schlaf hat einen entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Vor allem hinsichtlich einer optimalen Regeneration und Wiederherstellung nach hohen Anforderungen physischer wie auch psychischer Art ist ein ausreichender und auch ausgewogener Schlaf von enormer Bedeutung.

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Jede Studie, die Auskunft über die Auswirkungen eines guten oder auch mangelhaften Schlafs und die Effekte auf die Leistungsfähigkeit gibt, ist deshalb hilfreich, um das individuelle Schlafmanagement zu optimieren. Wir haben eine interessante Studie gefunden, die wir hier zusammenfassen.

Titel der Studie

Training and academic demands are associated with sleep quality in high-performance “dual career” student swimmers.

Autoren: Astridge, D., Sommerville, A., Verheul. M. & Turner. A. P.

Erschienen: European Journal of Sport Science, 2020

Inhalt der Studie

Hochschulsportler, die sportliche Aktivitäten mit akademischen Studiengängen verbinden, sind im Hochleistungssport an der Tagesordnung. Schlaf ist ein wichtiger Aspekt der physischen und psychischen Erholung von Sportlern, spielt eine Rolle bei der Gedächtnisleistung und beim Lernen und ist somit auch mit den genannten akademischen Leistungen verbunden.

Ziel der Studie und Methode

Das Ziel dieser Studie war es, Unterschiede der Schlafeigenschaften von College-Schwimmern zu bewerten, um die Häufigkeit von Schlafstörungen zu verstehen und welche Stressfaktoren dazu beitragen könnten.

Insgesamt 22 (männliche n = 13, weibliche n = 9) Hochleistungsschwimmer (Mittelwert ± SD; Alter 20 ± 2 Jahre) nahmen an dieser Studie teil. Das Schlaf- / Wachverhalten wurde über einen Zeitraum von zwölf Monaten jeden Monat anhand des Pittsburgh Sleep Quality Index bewertet. Zusätzlich wurden die akademischen und sportlichen Verpflichtungen monatlich quantifiziert und als 4 Stressfaktoren zusammengefasst:

  • durchschnittliche wöchentliche Trainingsstunden
  • Gesamtzahl der Wettkampfrennen
  • Gesamtzahl der akademischen Bewertungen und
  • durchschnittliche wöchentliche Lernstunden.

Ergebnisse

Im Durchschnitt über den Zeitraum von 12 Monaten gaben 41,7% der Athleten einen schlechten Schlaf an.

Die spätesten Schlafenszeiten, Wachzeiten und längsten Schlafdauern wurden in den Monaten gefunden, in denen die akademischen und Ausbildungsanforderungen am niedrigsten waren. Es wurde ein statistisch signifikanter positiver Zusammenhang zwischen den mittleren Schlafqualitätswerten und der mittleren Anzahl akademischer Bewertungen festgestellt (Rho (12) = 0,71, p = 0,005). Die hierarchische lineare Modellanalyse ergab, dass die Anzahl der akademischen Bewertungen die Schlafqualität innerhalb dieser Kohorte am besten vorhersagte.

Fazit der Autoren

Die vorliegende Studie unterstreicht die Notwendigkeit für diejenigen, die mit Sportlern arbeiten, die konkurrierende akademische Anforderungen haben, die Schlafqualität und ihre möglichen Auswirkungen auf Leistung und Wohlbefinden zu berücksichtigen.

Unser Tipp: Regenerations-Management optimieren

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