Studie: Rückenschwimmer benötigen kräftige Beine

Die Bedeutung der Beinkraft für die 25m-Sprintleistung im Rückenschwimmen

Beine-Training intensivieren?

Wer schon einmal die 200 Meter Rücken im Wettkampf geschwommen ist, der fühlt es vielleicht immer noch: die schweren Beine! Tatsächlich ist die Leistung im Rückenschwimmen noch spürbarer mit der Leistungsfähigkeit der Beine, also der Wirksamkeit der Beinarbeit, verbunden als beispielsweise beim Kraulschwimmen. Denn obwohl diese beiden Schwimmarten vom Ablauf her, Wechselbewegung der Arme und Beine, stark verwandt sind, gibt es offenbar doch Unterschiede.

So ist der Anteil der Beinarbeit auf die Wasserlage beim Rückenschwimmen scheinbar höher. So zumindest das Gefühl. Deshalb sollte das Training der Beinarbeit für Rückenschwimmer einen hohen Stellenwert besitzen. Und das ganz besonders auch im Hinblick auf die spezifische Anforderung. Soll heißen: Beinarbeit-Training darf – nein, muss sogar – auch stark anaerob durchgeführt werden, um der Spezifik eines Rennens Rechnung zu tragen.

Als Idee für das Schwimmtraining: schwimmen Sie doch einmal 4×50 Meter Rücken-Beinarbeit mit 10 Sekunden und dem Ziel, jeden 50er möglichst schnell zu schwimmen. Ermitteln Sie aus den Zwischenzeiten eine virtuelle 200-Meter-Gesamtzeit, die Sie im Verlauf der Saison verbessern sollten. Somit setzen Sie Ihre eigene Benchmark und können im Abgleich mit den erzielten Wettkampfzeiten sehr schnell Zusammenhänge erkennen.

Zu diesem Thema haben wir die folgenden Studie entdeckt. Auch wenn es sich beim Untersuchungskollektiv um Sportstudenten handelt, so ist das Ergebnis doch interessant.

Titel der Studie

Swimming performance to 25 meters backstroke depends on selected factors of explosive strength of lower limbs

Autoren: Kovácová, N. & Brodáni, J.

Erschienen: Acta Facultatis Educationis Physicae Universitatis Comenianae, 59 (2), 203-213. 2019

Inhalt

Ziel unserer Arbeit war es, die Teilanteile ausgewählter Faktoren der Explosionskraft der unteren Extremitäten und deren Einfluss auf die Schwimmleistung über 25-Meter-Rücken zu analysieren.

Methode

29 Sportstudenten nahmen an unserer Forschung teil und absolvierten 6 Tests. Diese Tests wurden auf trockenem Land und im Wasser durchgeführt und bestanden aus

  • Schwimmleistung bis 25 Meter Rücken
  • Schwimmstartgeschwindigkeit bis 4 Meter
  • vertikalem Sprung mit und ohne Armschwung
  • maximaler und durchschnittlicher Startgeschwindigkeit (an Land) unter den Startbedingungen des Rückenbeinschlags.

Die erhaltenen Daten werden durch deskriptive Statistiken beschrieben und alle Parameter wurden für ihre Abhängigkeitsbewertung in die Korrelationsanalyse eingegeben.

Ergebnisse

Bei der Analyse stellten wir fest, dass alle Tests mit Ausnahme des 4-Meter-Starttests und des Tendo-Geschwindigkeitsmittelwerttests signifikant miteinander korrelierten (p <0,01; p <0,05).

Für die Bewertung von Faktoren, die die Schwimmleistung über 25 Meter Rückenschwimmen bestimmen, verwenden wir die Regressionsanalyse von Parametern, bei denen das Regressionsmodell als statistisch signifikant reflektiert wurde (R2 = 0,479%; SEE = 3,396%). Teilanteile einzelner Tests, mit Ausnahme von Tests der maximalen und durchschnittlichen Geschwindigkeit im Landtest, zeigten sich als statistisch signifikant (p <0,05; p <0,01), wobei der höchste Anteil des Schwimmstarts bis zu einer Leistung von 4 Metern (p <0,01; r) betrug = 0,686).

Wir haben die Regressionsschrittanalyse verwendet, bei der wir die Indikatoren auf die drei Hauptfaktoren der Stärke des Modells der unteren Extremitäten verringern, die die Schwimmleistung über  25-Meter-Rücken mit großem Effekt signifikant beeinflussen (R2 = 0,4787%; f2 = 0,9183; F. = 7,652; p <0,01). Wiederum hatte der höchste und statistisch signifikante Anteil (p <0,01) an der Erzeugung der Schwimmleistung der Start auf 4 Meter mit einem prozentualen Anteil von 43,33%.

Neben dem Schwimmstart war der Gegenbewegungssprungtest auch statistisch signifikant (p <0,05) und statistisch nicht signifikant war der Test der Maximalgeschwindigkeit an Land.

Fazit der Autoren

Durch diese Studie können wir bewerten, wie einzelne Kraftfaktoren der unteren Extremitäten die Schwimmleistung beeinflussen, und für die Zukunft ist es notwendig, sie mit den anderen Faktoren zu ergänzen, um das geeignete Schwimmtrainingsprogramm besser zu erstellen.