Tipp #52: KURZFLOSSEN – Material- und Kaufberatung

Welche Flossen empfehlen sich für das Schwimmtraining

Harte und weiche Flossenblätter machen einen enormen Unterschied

Schwimmtraining wird mit Hilfsmitteln einfach interessanter. Doch nicht nur die Variation macht es aus, vielmehr können uns Hilfsmittel Dinge ermöglichen, die ohne sie anders oder gar nicht funktionieren würden. Die Kurzflossen sind dabei besonders attraktiv, da sie uns ein hohes Tempo ermöglichen. Was ist nun beim Kauf zu beachten? Gibt es dos and don’ts?

Denn wenn die Kategorie schon “Hilfsmittel” heißt, sollte doch auch eine gewisse Hilfe erwartet werden können. Gehen wir in die extremen Ausprägungen der Konstruktion einer Flosse, so können wir folgende Eigenschaften feststellen.

Neugierig und gleich hinein ins Video? Los geht´s!

Im Video gehen wir auf die verschiedenen Aspekte ein und beleuchten die verschiedenen Varianten und Einsatzzwecke noch etwas detaillierter. Mit einem Klick auf das Motiv geht es los!

Der Blick in die Extreme hilft!

Extrem 1: Sehr starres Flossenblatt

Eine starre Flosse, etwa aus Stahl oder Holz, gibt es auf dem Markt nicht. Das hat seinen guten Grund, denn ein starres Flossenblatt würde die gewünschte Propellerwirkung der Beinarbeit gar nicht möglich machen. Die auch als Vortex bezeichnete Produktion geordneter Wassermassen führt zu einem Strudel, welcher wiederum für einen sehr effektiven Vortrieb verantwortlich ist. All das ist mit starrer Flosse nicht umsetzbar.

Weitere Gefahr: hohe Krampfneigung wegen der erhöhten muskulären Anspannung.

Extrem 2: Sehr weiches Flossenblatt 

Ein extrem weiche Flosse würde hingegen gar keinen Abdruck ermöglichen, da sie von den Wassermassen bewegt werden würde – und nicht umgekehrt. Ein Vortrieb wäre damit kaum oder nur sehr schlecht realisierbar.

Das Gute liegt in der Mitte der Überlegungen

In der Mitte des Härtegrads, also zwischen den beschriebenen Extremen, finden wir also die Lösung des Problems. Wobei wir auch hier zwei Tendenzen erkennen können:

  1. Härtere Flossenblätter belasten die Sprunggelenke deutlich mehr, da sie selber weniger Beweglichkeit besitzen. Somit muss das Sprunggelenk den Hauptteil der Funktion erfüllen, den Propellereffekt zu erzeugen. Folgerichtig eignen sich tendenziell härtere Flossen, mitunter sogar mit zusätzlichen Leisten versehen, immer für erfahrene Schwimmer oder Sportler, die einen hohen Beweglichkeitsgrad im Sprunggelenk mitbringen und dort zudem muskulär gut stabilisiert sind!
  2. Weichere Flossenblätter belasten das Sprunggelenk deutlich weniger, da sie selber die entsprechende Beweglicheit besitzen. Diese Funktion muss also nicht mehr vom Gelenk gewährleistet werden. Deshalb sind besonders Seiteneinsteiger, Triathleten oder auch Schwimmer, die mit der Beinarbeit etwas Mühe haben, mit dieser Materialwahl am besten bedient! Zudem reduzieren sie die Krampfneigung.

Es ist deshalb auf folgende Punkte zu achten:

  • flexibles und ggf. weiches Flossenblatt
  • angenehmes Fußteil ohne scharfe Kanten
  • Material-Empfehlung: Voll-Silikon